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Blog-Themen : Horizonte,Gesetz der Anziehung,Philosophie

 

Wer hebt unsere Welt aus den Angeln?

 Berend Lange schrieb am  01.03.2010 in  Horizonte,Gesetz der Anziehung,Philosophie


"Gebt mir einen festen Punkt im All ...
... und ich heble euch die Welt aus den Angeln."

Als Mathematiker, Physiker und Ingenieur wusste Archimedes schon vor Christi Geburt, dass der Mensch mit den von ihm entdeckten Hebelgesetzen Großes bewegen würde. Aber hat er dabei auch an die vielen Katastrophen gedacht, die wir im Moment erleben?

Eher nicht - sein berühmter Ausspruch damals war wohl nur zur Verdeutlichung gemeint; aus unserer Perspektive scheint die Welt trotzdem aus den Angeln geraten zu sein. Braucht es also gar keinen festen Punkt im All? Denn ich glaube nicht, dass da draußen jemand hebelt.

Ein fester Punkt ist etwas Unveränderliches, Ewiges; er ist Ruhe und Beständigkeit ... etwas, worauf man sich verlässlich beziehen und stützen kann. Das Leben auf unserem Planeten ist aber Bewegung und Veränderung. Wie passt das zusammen?

Wenn wir uns ein Rad mit seinem Umfang und seinen Speichen ansehen fällt auf, dass sich alles um die Radnabe dreht; je weiter ein Teil des Rades von seinem Mittelpunkt entfernt ist, desto schneller bewegt er sich ... nur die Nabe ruht unverändert in der Mitte.

Eine perfekte Kombination also: wir brauchen beides, um vorwärts zu kommen. Diese Art von Kooperation scheint bei den Menschen gestört zu sein, wenn es sich um das Leben auf der Erde dreht; wir haben uns ziemlich weit von der Mitte entfernt, um möglichst schnell vorwärts zu kommen: 'life in the fast lane' ist unser Credo - selbst in Haiti und Chile ... oder werden die Leute da aus ihrer Lethargie aufgerüttelt? 

  • Wann fällt uns selbst in diesem Sturm ein Baum auf den Kopf?
  • Wann steht unser eigener Keller unter Wasser?
  • Wann bricht uns zuhause der Boden unter den Füßen weg oder das Dach über dem Kopf zusammen?

Diese Gefahr besteht, solange wir unseren Planeten nicht als einen lebenden Organismus erkennen, mit dem wir kooperieren müssen ... statt ihn rücksichtslos auszunutzen. Jeder einzelne, egal wo er wohnt.

Vielleicht findet Bewegung ja immer im Äußeren statt und die Ruhe liegt immer im Zentrum; dann sollten wir vielleicht mal in unserem Inneren nachsehen, ob wir da einen Ansatzpunkt für ein ruhigeres und friedlicheres Leben finden. Oder wollen wir das gar nicht?

Wir gestalten schließlich unser Leben selbst, auch wenn es uns nicht immer bewusst ist; und wir sind für unsere Erfolge und Katastrophen selbst verantwortlich, auch wenn wir es nicht immer wahrhaben wollen oder einfach noch nicht erkennen können. 


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   Kommentare zu diesem Blogpost:

Cosmic_energy schrieb am 01.04.2010:

Hi Du,
das Bild mit Rad und dem Zentrum ist ein schönes!
Faszinierend finde ich den Gedanken an die Nabe, die sich dann nicht mehr dreht.
Wie klein muß der Punkt sein, daß sich nichts mehr dreht?

Oder dreht sich selbst noch der allerkleinste Punkt? Ein Molekül? Ein Atom? Ein String?

Ein schönes philosophische Rätsel.
Oder ist die Metapher vom Rad mit der Nabe doch nicht so passend für den Inhalt?
Oder passt sie gerade, weil sie ein Paradoxon aufzeigt?

Lieben Gruß!

 

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