Blog-Themen : Weisheiten,Reichtum
Berend Lange schrieb am
15.02.2010 in
Weisheiten,Reichtum
Bist du einer von diesen Leuten, die so viel von ihrer Energie auf andere Leute verwenden, dass sie keine mehr für sich selbst übrig haben?
Bist du immer derjenige, den Freunde um Rat und Hilfe bitten? Bist du die Schulter, an die sich andere lehnen? Kümmerst du dich automatisch erst um die Bedürfnisse anderer, bevor du deine eigenen richtig wahrnimmst?
Wenn ja, dann hast du ein großes Problem. Du schadest damit nämlich nicht nur dir selbst, sondern auch allen anderen, denen du helfen willst.
Stell dir mal vor, du hast ein Auto und deine Aufgabe ist es, andere dahin zu bringen, wo sie hin wollen. Den ganzen Tag lang sammelst du Leute ein, setzt sie ab und machst dann die nächste Tour. Du machst das gerne, weil es deinem Leben einen Sinn gibt, weil du einen wertvollen Beitrag in der Gemeinschaft leistest und am Schicksal anderer teilhast.
Du machst das auch, ohne etwas dafür zu verlangen - nicht einmal Benzingeld. Selbst wenn man dir Geld anbietet lehnst du es ab, weil das deinen Dienst irgendwie abwerten würde.
Und dann ist der Tank leer.
Weil du nie Geld für deine Fahrten angenommen hast kannst du nicht auftanken. Aber die Leute brauchen dich immer noch und du kannst sie ja nicht enttäuschen - also machst du weiter, aber jetzt musst du das Auto schieben, anstatt zu fahren. Deinen Passagieren ist das natürlich sehr unangenehm, weil sie sehen, wie sehr du dich für sie anstrengst.
Wie lange glaubst du kannst du das durchhalten, bevor du vor Erschöpfung umfällst?
Du gehst ganz schnell total kaputt und kannst gar nichts mehr geben. Es ist ja nichts verkehrt damit, anderen zu helfen - sogar bewundernswert; aber wenn du ihnen nicht erlaubst, dir etwas dafür zu geben, dann bricht das System irgendwann zusammen und jeder leidet darunter.
Man hat uns beigebracht, dass 'Geben' etwas Nobles ist und 'Nehmen' egoistisch. Aber das stimmt nicht! Geben ist tatsächlich nobel, aber etwas dafür anzunehmen ist es auch. Wenn du anderen nicht die Möglichkeit gibst, dir etwas zu geben, dann machst du dich zum Märtyrer; wenn du nichts mehr zu geben hast ziehen die anderen nämlich einfach weiter und holen sich irgendwo anders Hilfe.
Und was gibt dann deinem Leben einen Sinn?
Die Lösung des Problems stellt sich ein, wenn du anderen erlaubst, dir einen fairen Gegenwert für das zu geben, was du ihnen anbietest. Das kann Geld sein, eine Dienstleistung, irgendeine Form der Unterstützung oder etwas Materielles - ganz egal. Aber du musst offen sein, auch etwas anzunehmen ... sonst hast du irgendwann keinen Saft mehr, deine Batterie ist tot.
Mütter sind oft so, dass sie ihrer Familie jahrelang alles geben und sich dabei total verausgaben; ich sehe es auch in Leuten, die glauben, dass sie anderen immer mit ihrer Begabung helfen müssen, ohne etwas dafür zu erwarten - oder die meinen, Geld sei etwas Schlechtes und sie müßten deshalb lernen, mit immer weniger auszukommen. Aber das hilft niemandem.
Wie tankst du also am besten wieder auf?
- Nimm einen finanziellen Ausgleich an für den Wert, den du gibst
- Hör auf, dich schuldig zu fühlen, wenn du dich um deine eigenen Bedürfnisse kümmerst
- Nimm dir einen Tag frei und mach nur etwas, was du wirklich gerne tust
- Bitte um Hilfe, wenn du sie selbst mal brauchst
- Nimm dir jeden Tag etwas Zeit für deine eigenen Lebensziele, anstatt anderen bei ihren zu helfen
- Lerne 'Nein' zu sagen oder 'Später', wenn du erschöpft bist
- Nimm ein Lob aufrichtig und freundlich an, wenn es dir gegeben wird
Märtyrer setzen ihr Leben in den Sand. Geben und Nehmen müssen sich ausgleichen, um die Räder in Bewegung zu halten. Je mehr Energie du hast, desto mehr kannst du geben.
Vergiss das Auftanken nicht, sonst bleibst du hoffnungslos stecken.
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Kommentare zu diesem Blogpost:
susanne schrieb am 15.02.2010:
Lieber Berend!
Ja, das Auftanken ist enorm wichtig, das weiß ich aus Erfahrung.
Die, für mich, beste "Tankestelle" ist das "Positive Fühlen" nach Ella Kensington. Meine Energiedepots sind so immer gefüllt. Einfach genial! :o)
Alles liebe, Susanne





