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Heute ist mein Geburtstag ...

 Berend Lange schrieb am  26.04.2010 in  Lebensfreude


... und daverschenke ich auch immer gerneetwas, anstatt nur Glückwünsche und Geschenke zu erhalten.

Am 21. Januar hatte ich meinen Artikel Die Krise - wie lange wird sie noch dauern? veröffentlicht, der auf enormes Interesse stieß, aber in seiner kompletten Version nur Mitgliedern meiner KOMPASS 'Horizons' Gruppe zugänglich war.

Heute - aber nur für heute den 27. April - habe ich den Artikel freigeschaltet und jeder kann ihn hier lesen : Die Krise - Dauer, Ausmaß und Struktur;ich habe ihn letzte Woche außerdem unten noch aktualisiert.

Da kann man eine erstaunlich detaillierte Vorhersage für die Dauer und das Ausmaß der momentanen Bewusstseins-Krise anhand des prognostizierten Börsenverlaufs für die nächsten Jahre sehen.

Die Börsen sind ja sehr empfindliche Seismographen, nicht nurfür die wirschaftliche Entwicklung in der Welt; sie sind daher auch viel bedeutsamer für den Zustand der Menschheit, als man bei oberflächlicher Betrachtung vermuten würde:das Niveau dergesamten Aktienpreise ist ein direktes und unmittelbares Maß der gängigen Bewertung der produktiven Leistungsfähigkeit einer Gesellschaft.

Und diese Bewertung ist angesichts der jetztüberall zirkulierendenNachrichtenerstaunlich; überraschend ist allerdings, wie weit sich ein seriöses US-Amerikanisches Institut hier mit einer so spezifischen Prognoseaus dem Fenster lehnt ... die scheinen sich ihrer Sacheziemlich sicher zu sein.

Aber das alles ist gut begründet und historisch nachvollziehbar; daher ist es mir eine Freude, auch dir heute an meinem Geburtstag diese Prognose zu zeigen - ich bin sicher, sie wird dir eine Orientierungshilfe für dein Leben sein. Für mich ist sie das jedenfalls.

Ich wünsche auch dir einen schönen Tag:

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Als mein Vater starb ...

 Berend Lange schrieb am  23.04.2010 in  Gefühle


Vor sechs Jahren war der 23. April auch ein Freitag, wie heute; ich erinnere das gut, weil mein Vater an diesem Tag im Jahre 2004 starb. Jedes Jahrkommt es mir vor, als sei es erst gestern gewesen.

Und dochscheint es so lange her zu sein -so viel ist seither passiert. Damalslebten meine Frau und ich schon20 Jahre in Südafrika, sieben davon in Kapstadt; jetzt wohnen wirseit drei Jahren in Österreich. Unglaublich, wieschnell die Zeit vergeht.

Meine Eltern waren Ende 2003 auch aus Deutschland weggezogen, aus dem viel zu großen Haus in ein kleineres; aus dem grauen Europa ins sonnige Afrika; der lange Strand am Indischen Ozean schlägt jeden in seinen Bann.

Nicht mal ein halbes Jahr war meinem Vater da vergönnt; dabei hatte ich mich so darauf gefreut, regelmäßig mit ihm 'Ham and Eggs'frühstücken zu gehen: das machtman in Südafrika besserals irgendwo sonst auf der Welt - mit Würstchen, Tomaten, Toast und Marmelade; wir mochten das beide so gerne.

Sechs Tage nach seinem Tod wäre er 83 geworden; ich wurde vier Tage später 53. Da macht man sich so seine Gedanken, und ich tue das meistens schriftlich - du kennst mich ja.

Hier ist mein Artikel von damals: 'When my father passed away' - sieh ihn dir mal an, wenn du Lust hast.

Ich mache mir heute einen besinnlichen Tag.

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Stell dir vor es ist Krieg ...

 Berend Lange schrieb am  11.04.2010 in  Horizonte,Gesetz der Anziehung,Zitate


Jeder meint, dieses Zitat zu kennen; friedliebende Zeitgenossen wie ich bringen es gerne an, wenn die Nachrichten wieder mal eine besonders widerliche Seite des Krieges zeigen, um die Sinnlosigkeit nationaler Konflikte hervorzuheben:

"Stell dir vor es ist Krieg, und keiner geht hin."

Es wird Bertolt Brecht zugeschrieben, aber das ist umstritten - wie der Wortlaut selbst, denn es gibt auch eine erweiterte Version, die den Sinn genau ins Gegenteil verkehrt:

"Stell dir vor es ist Krieg, und keiner geht hin -
dann kommt der Krieg zu euch."

Als Zeitzeuge gleich zweier Weltkriege war Brecht erklärter Kommunist, aber in erster Linie Schriftsteller und moderner Philosoph - daher kann ich mich besonders mit der längeren Version identifizieren, von der ich erst jetzt am Donnerstag bei einem Vortrag in Treffpunkt Philosophie erfuhr.

Warum ist es richtig, dass man dem Krieg letztendlich nicht ausweichen kann?

Klar wird das, wenn man das Wort 'Krieg' durch den weiter gefassten Begriff 'Konflikt' ersetzt; fast alle Mitteleuropäer, die heute jünger als 65 Jahre sind, haben nie einen Krieg bewusst selbst erlebt ... aber jede Menge Konflikte bewältigt.

Du weißt - wie ich - dass es ein Leben ohne Konflikt nicht gibt; wenn mehr als 6 Milliarden Menschen auf dieser Erde individuelle Wünsche haben, dann entstehen daraus jeden Tag zwangsläufig Konflikte, die irgendwie in Einklang gebracht werden wollen; und je weiter die Vorstellungen auseinander gehen, desto rabiater werden die Mittel zur Durchsetzung der eigenen Wünsche gegen den Nachbarn.

Heraklit wusste das schon vor 2500 Jahren: "Der Krieg ist der Vater aller Dinge."

Er hat erkannt, dass sich auf diesem Planeten ohne das universelle Gesetz der Polarität, ohne Gegensätze und Auseinandersetzung nichts entwickelt; alles in der Natur muss fließen, sich bewegen, wachsen; Stillstand ist unmöglich im Leben - was aufhört zu wachsen fängt an zu sterben.

Als friedfertiger Mensch bin ich auch nicht sonderlich konflikt-freundlich, eher das Gegenteil - aber wenigstens lerne ich ständig etwas Neues hinzu und wachse.

Brecht liegt meines Erachtens ganz richtig: jeder hat Konflikte im täglichen Leben ... es ist immer 'Krieg'; und ihn vermeiden zu wollen hat keinen Zweck - früher oder später holt er dich ein.

Ich habe jetzt jedenfalls beschlossen, meinen Konfrontationen nicht mehr so oft aus dem Wege gehen ... sondern sie mutig anzupacken; aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

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Bedingungsloses Grundeinkommen - Vision oder Utopie?

 Berend Lange schrieb am  01.04.2010 in  Horizonte,Reichtum,Bis 2012 und danach


Ein bedingungsloses Grundeinkommen für jeden Menschen war nie eine Utopie, sondern ist eine mehr als 200 Jahre alte Vision, die seit einiger Zeit im deutschsprachigen Raum wieder sehr intensiv diskutiert wird. Sie ist damit eine erste positive Vision des 21. Jahrhunderts für die Zeit nach der Krise, in der wir jetzt stecken.

Ursprünglich stammt sie schon aus der Renaissance und Thomas Paine hat sie aufgegriffen - er war der Begründer der Menschenrechte und einer der Gründerväter der USA.

Seine Ideen nahmen großen Einfluß auf die erste demokratische Verfassung der Welt und spielten auch eine wichtige Rolle bei der Abschaffung der Sklaverei ... die ja längst in Form unserer modernen Leistungsgesellschaft wieder eingeführt worden ist.

Ich war ganz überrascht, als ich von meinen Freunden in Facebook auf das Thema 'bedingungsloses Grundeinkommen' aufmerksam gemacht wurde: ich kannte das Konzept noch gar nicht und habe deshalb mal etwas recherchiert -wenn du den Begriffgoogelst kriegst du 111.000 Resultate.

Das Interessante daran ist, dass die Einführung eines solchen Konzeptes in Staaten wie Deutschland, Österreich und der Schweiz - und wahrscheinlich vielen anderen - leicht finanzierbar ist und fast mit einem Schlag die meisten wirtschaftlichen, sozialen und moralischen Problemelösen würde, mit denen wir uns als Gesellschaft schon länger herumplagen.

Am weitesten verbreitet scheint im Moment die Zustimmung für das von dm-drogerie markt Gründer Götz Werner propagierte Modell Initiative 'Unternimm die Zukunft' zu sein.

Jetzt drängt die Zeit; wohl deshalb gibt es inzwischen sogar eine sehr erfolgreiche Petition im deutschen Bundestag (Anhörung vorgesehen für November 2010) undFachleute aus der Wirtschaft und dem Bankwesen wie auch Politiker, Soziologen und Studenten debattieren das bedingungslose Grundeinkommen offen und innovativ - alles in allem eine enorm ermutigende Entwicklung!

Geld ohne Arbeit - ist das überhaupt wünschenswert? Oder haben wir dann nur noch solche Nachbarn?

Eben nicht. Bevor ich dir jetzt selbst von den vielfältigen Aspekten des Konzeptes erzähle gebe ich dir lieber einen Link zu einer filmischen Dokumentation aus der Schweiz, die das Thema für den deutschsprachigen Raum gründlich, verständlich und unterhaltsambehandelt ... mit vielen Fakten, modernen Interviews und historischen Bezügen:

Kulturimpuls : Grundeinkommen - Ein Film-Essay von Daniel Häni und Enno Schmidt

Absolut faszinierend, logisch und konsequent - ich bin sicher, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen für jeden Bürger irgendwie Teil einer neuen Form des Zusammenlebens wird, die dem Menschen endlich seine Würde zurück gibt und der Bezeichnung 'Gesell-schaft' wieder gerecht wird.

Sieh dir den Film über die Feiertage mal an; ich wünsche dir Fröhliche Ostern:

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Was hälst du für die wichtigste Fähigkeit des Menschen?

 Berend Lange schrieb am  26.03.2010 in  Gesetz der Anziehung


Je mehr ich mich mit Philosophie und dem Gesetz der Anziehung [oder Resonanz] beschäftige, desto klarer wird mir, dass es für den Menschen eine Fähigkeit zu lernen gibt, die wichtiger ist als alle anderen: Konzentration.

Du wirstdas jetzt vielleicht kaum glauben, einfach nicht ernst nehmen oder darüber hinweg lesen : “Ja ja, sicher hat der Berend recht, aber ich habe jetzt wichtigeres zu tun; irgendwann komme ich mal darauf zurück.”

Big mistake. Das Problem ist, dass uns hier in der westlichen Welt bis jetzt noch nie jemand ernsthaft aufgefordert oder angeboten hat, diese Fähigkeit zu entwickeln - die Eltern nicht, unsere Lehrer an der Schule nicht, auch niemand an der Uni oder im Beruf.

Lippenbekenntnisse und Forderungen in dieser Richtung hören wir oft genug, aber wir glauben ja schließlich nicht alles, was uns so erzählt wird - wir sind kritisch, hinterfragen alles und suchen erstmal Bestätigung; muss man ja auch heutzutage, da kann ja jeder kommen. Jedenfalls macht uns das mit der Konzentrationeigentlich niemandmal so richtig vor.

Aber am Donnerstag abend im Treffpunkt Philosophiewar es dannfür mich soweit: eine kleine Übung hat unserer Gruppe schnell und überzeugend vor Augen geführt, wie leicht wir uns durch Kleinigkeiten vom Wesentlichen ablenken lassen.

Ich sag es nochmal:

Die wichtigste Fähigkeit, die du in deinem Leben jemals lernen kannst,
ist deine Gedanken bewusst auf das zu lenken, was du möchtest -
und dem dann deine ungeteilte Aufmerksamkeit zu schenken.

Geschickt sein bei der schnellen Beurteilung deiner Situation, deine Prioritäten kennen,bewusst eine Entscheidung fällen für das, was notwendig ist und was du am liebsten möchtest - genau zu wissen, was du willst und dann gezielt dabei bleiben … das ist komischerweise enorm schwierig, aber sehr einträglich.

Die Schwierigkeiten fangen damit an, dass wir meistens gar nicht wissen, was wir wollen. Im Ernst: fast jeder denkt, er weiß das - aber ich habe mich selbst bei genauerer Untersuchungoft genug bei Zweifeln und Unschlüssigkeit ertappt.

Und wenn ich es dann mal weißstelle ichbei meinen Bemühungen um Konzentration darauf immer wieder fest, dass meine Gedanken dauernd wie eine Herde Affen im Urwald von einem Baum zum anderen turnen und sich kaum jemals einfangen lassen.

Wenn dannmal beides gelingt … das bringt dannErgebnisse, die mit denen des einfachen, blinden Handlens nicht zu vergleichen sind.

Am nächsten Donnerstag beschäftigen wir uns im 'Treffpunkt Philosophie' näher damit -mit dem Buddhismus in Tibet nämlich, wo Konzentration eine wichtige Rolle spielt.

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Treffpunkt Philosophie

 Berend Lange schrieb am  21.03.2010 in  Horizonte,Weisheiten


Ausbildungskurs Abenteuer PhilosophieNicht nur hier im Internet, sondern auch persönlich bin ich immer auf der Suche nach Gleichgesinnten, die mein Interesse an den Spielregeln des Lebens und angewandter Philosophie teilen - und sich auch mit-teilen mögen. Als Teil der internationalen Organisation 'Neue Akropolis' ist der 'Treffpunkt Philosophie' auch hier in Villach / Österreich jetzt wieder aktiver.

Ein kleiner Aushang am Hauptplatz 28 - gleich neben einem sehr guten Bäcker - hat mich darauf aufmerksam gemacht: 'Philosophie macht Sinn' heißt es da über dem Angebot für den Kurs 'Abenteuer Philosophie'.

Als ich die anspruchsvollen Themen des mehrwöchigen Kurses sah habe ich mich gleich angemeldet ... für 'eine philosophische Reise zu den Weisheitslehren von Ost und West - praktisch, einfach, lebensnah' bin ich immer zu haben.

Denn auch ich habe noch viel zu lernen, ist mir kürzlich aufgefallen; ich mag ja ziemlich viel wissen - aber was weiß ich denn schon?

  • Von Sokrates weiß ich, dass ich nichts weiß;
  • Von Andre Gide weiß ich, dass mich das, was ich zu wissen glaube, oft vom Lernen abhält;
  • Und von meinem eigenen Kompass weiß ich, dass ich niemandem helfen kann, der sich nicht selber helfen will.

Inzwischen treffen wir uns regelmäßig im 'Treffpunkt Philosophie' - es gibt lebhafte Diskussionen, Vorträge und Veranstaltungen, eine kleine Bibliothek, ein sehr gutes eigenes Magazin 'Abenteuer Philosophie' ... unabhängig von religiösen, politischen oder sozialen Weltanschauungen suchen wir in 8 Städten Österreichs und weltweit 50 Ländern Antworten auf die wesentlichen Fragen des Lebens; hier ist der Link zum deutschen Website.

Und hier ein kurzer Video zur Einstimmung:

 


Unvorstellbar: deine unbegrenzten Möglichkeiten

 Berend Lange schrieb am  14.03.2010 in  Horizonte,Gesetz der Anziehung


Hast du eigentlich eine Ahnung, wie unbegrenzt die Möglichkeiten des Lebens wirklich sind? Ist für dich als Mensch - und überhaupt - tatsächlich alles möglich? Ich versuche schon lange, mir ein Bild davon zu machen ... aber bis jetzt ist mir das noch nie auch nur annähernd geglückt.

Philosophen und Weise erzählen uns ja seit Jahrtausenden, dass wir alles sein können, was wir uns vorstellen können. Fein, das macht Sinn: meine eigene Maxime fürs Leben nach dem Gesetz der Anziehung ist umfassend und einfach:

"Alles was du ...

  • dir klar vorstellen,
  • leidenschaftlich wünschen,
  • aufrichtig glauben und
  • wonach du begeistert handeln kannst

... muss unweigerlich geschehen."

Wie begrenzt meine Welt in Bezug auf das gesamte Leben auf diesem Planeten tatsächlich ist wurde mir aber erst klar, als ich neulich eine Folge von 'Planet Erde' im Fernsehen sah.

Da ging es u.a. um einen Fisch, der fünf Kilometer tief im Pazifik lebt, der keine Augen hat und noch nie Licht gesehen hat; der nicht weiß was Luft ist und einem Druck ausgesetzt, der jedes Lebewesen an der Oberfläche sofort zerquetschen würde.

Und jetzt stell dir mal vor, dieser Fisch sollte sich ein Bild von einem Vogel machen, der hoch oben in der Luft über ihm seine Kreise zieht.

Für mich ist es vollkommen undenkbar, dass diese beiden Lebewesen auch nur die leiseste Ahnung voneinander haben, geschweige denn je miteinander kommunizieren können - und doch sind sie ein Teil desselben Systems: Leben auf der Erde.

So ähnlich stelle ich mir jetzt das Leben des Menschen im Universum vor: wir sind im Käfig unserer eigenen Vorstellungen gefangen und haben keine Ahnung, was in diesem riesigen System sonst noch so alles um uns herum kreucht und fleucht.

Und das ist wohl auch gut so; aber für mich ist jetzt nichts mehr unmöglich - nur vieles noch unvorstellbar.

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Survival of the Fittest

 Berend Lange schrieb am  09.03.2010 in  Gesundheit


Nur die Stärksten überleben in der Natur - diese Erkenntnis schreibt man Charles Darwin mit der Entwicklung seiner Evolutionstheorie zu. Aber das sagt er so gar nicht - es ist ein Übersetzungsfehler; und den Ausdruck Survival of the Fittest hat er selbst gar nicht geprägt - das war später der Sozialphilosoph Herbert Spencer.

'Survival of the fittest' ist das Überleben der am besten angepassten Lebensformen - denn fit ist etwas ganz anderes als stark: Flexibilität ist hier gefragt; im Sturm wird eine starke Eiche jedenfalls viel eher entwurzelt als eine flexible Weide.

Für den Menschen gilt das auch, das kann ich persönlich bestätigen. Als Stier bin ich nicht so beweglich, eher stark, stur und starr ... ich halte lieber am Gewohnten und Berechenbaren fest.

Das gilt wohl für die meisten von uns - nur ist es bei mir noch ausgeprägter und meldet sich oft körperlich durch Schmerzen in Nacken, Schultern und Gelenken, wenn ich unbewusst versuche, meine innere Unbeweglichkeit durch unermüdliche äußere Betriebsamkeit auszugleichen.

Das hilft natürlich nicht dauerhaft, sondern verdrängt die Unbeweglichkeit nur ins Unbewusste, von wo es bei nächster Gelegenheit wieder zum Vorschein kommt und einen manchmal ganz schön vom Sockel haut.

Letzte Woche habe ich das alles aus gegebenem Anlass endlich mal innerlich verarbeitet, wobei mir besonders zwei Bücher ganz entscheidend geholfen haben: Ruediger Dahlke'sKrankheit als Symbolund Varda Hasselmann'sDie sieben Archetypen der Angst: Starrsinn als die Angst vor dem Unberechenbaren.

Ich werde meine Flexibilität brauchen, wie wir alle. Es kommen stürmische Zeiten auf uns zu, die ersten Böen streifen uns schon.

Und ich freue mich jetzt direkt auf Neues, manchmal sogar auf das noch Unberechenbare.

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Wer hebt unsere Welt aus den Angeln?

 Berend Lange schrieb am  01.03.2010 in  Horizonte,Gesetz der Anziehung


"Gebt mir einen festen Punkt im All ...
... und ich heble euch die Welt aus den Angeln."

Als Mathematiker, Physiker und Ingenieur wusste Archimedes schon vor Christi Geburt, dass der Mensch mit den von ihm entdeckten Hebelgesetzen Großes bewegen würde. Aber hat er dabei auch an die vielen Katastrophen gedacht, die wir im Moment erleben?

Eher nicht - sein berühmter Ausspruch damals war wohl nur zur Verdeutlichung gemeint; aus unserer Perspektive scheint die Welt trotzdem aus den Angeln geraten zu sein. Braucht es also gar keinen festen Punkt im All? Denn ich glaube nicht, dass da draußen jemand hebelt.

Ein fester Punkt ist etwas Unveränderliches, Ewiges; er ist Ruhe und Beständigkeit ... etwas, worauf man sich verlässlich beziehen und stützen kann. Das Leben auf unserem Planeten ist aber Bewegung und Veränderung. Wie passt das zusammen?

Wenn wir uns ein Rad mit seinem Umfang und seinen Speichen ansehen fällt auf, dass sich alles um die Radnabe dreht; je weiter ein Teil des Rades von seinem Mittelpunkt entfernt ist, desto schneller bewegt er sich ... nur die Nabe ruht unverändert in der Mitte.

Eine perfekte Kombination also: wir brauchen beides, um vorwärts zu kommen. Diese Art von Kooperation scheint bei den Menschen gestört zu sein, wenn es sich um das Leben auf der Erde dreht; wir haben uns ziemlich weit von der Mitte entfernt, um möglichst schnell vorwärts zu kommen: 'life in the fast lane' ist unser Credo - selbst in Haiti und Chile ... oder werden die Leute da aus ihrer Lethargie aufgerüttelt?

  • Wann fällt uns selbst in diesem Sturm ein Baum auf den Kopf?
  • Wann steht unser eigener Keller unter Wasser?
  • Wann bricht uns zuhause der Boden unter den Füßen weg oder das Dach über dem Kopf zusammen?

Diese Gefahr besteht, solange wir unseren Planeten nicht als einen lebenden Organismus erkennen, mit dem wir kooperieren müssen ... statt ihn rücksichtslos auszunutzen. Jeder einzelne, egal wo er wohnt.

Vielleicht findet Bewegung ja immer im Äußeren statt und die Ruhe liegt immer im Zentrum; dann sollten wir vielleicht mal in unserem Inneren nachsehen, ob wir da einen Ansatzpunkt für ein ruhigeres und friedlicheres Leben finden. Oder wollen wir das gar nicht?

Wir gestalten schließlich unser Leben selbst, auch wenn es uns nicht immer bewusst ist; und wir sind für unsere Erfolge und Katastrophen selbst verantwortlich, auch wenn wir es nicht immer wahrhaben wollen oder einfach noch nicht erkennen können.

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Vergiss das Auftanken nicht!

 Berend Lange schrieb am  15.02.2010 in  Weisheiten,Reichtum


Bist du einer von diesen Leuten, die so viel von ihrer Energie auf andere Leute verwenden, dass sie keine mehr für sich selbst übrig haben?

Bist du immer derjenige, den Freunde um Rat und Hilfe bitten? Bist du die Schulter, an die sich anderelehnen? Kümmerst du dich automatisch erst um die Bedürfnisse anderer, bevor du deine eigenen richtig wahrnimmst?

Wenn ja, dann hast du ein großes Problem. Du schadest damit nämlich nicht nur dir selbst, sondern auch allen anderen, denen du helfen willst.

Stell dir mal vor, du hast ein Auto und deine Aufgabe ist es, andere dahin zu bringen, wo sie hin wollen. Den ganzen Tag lang sammelst du Leute ein, setzt sie ab und machst dann die nächste Tour. Du machst das gerne, weil es deinem Leben einen Sinn gibt, weil du einen wertvollen Beitrag in der Gemeinschaft leistest und am Schicksal anderer teilhast.

Du machst das auch, ohne etwas dafür zu verlangen - nicht einmal Benzingeld. Selbst wenn man dir Geld anbietet lehnst du es ab, weil das deinen Dienst irgendwie abwerten würde.

Und dann ist der Tank leer.

Weil du nie Geld für deine Fahrten angenommen hast kannst du nicht auftanken. Aber die Leute brauchen dich immer noch und du kannst sie ja nicht enttäuschen - also machst du weiter, aber jetzt musst du das Auto schieben, anstatt zu fahren. Deinen Passagieren ist das natürlich sehr unangenehm, weil sie sehen, wie sehr du dich für sie anstrengst.

Wie lange glaubst du kannst du das durchhalten, bevor du vor Erschöpfung umfällst?

Du gehst ganz schnell total kaputt und kannst gar nichts mehr geben. Es ist ja nichts verkehrt damit, anderen zu helfen - sogar bewundernswert; aber wenn du ihnen nicht erlaubst, dir etwas dafür zu geben, dann bricht das System irgendwann zusammen und jeder leidet darunter.

Man hat uns beigebracht, dass 'Geben' etwas Nobles ist und 'Nehmen' egoistisch. Aber das stimmt nicht! Geben ist tatsächlich nobel, aber etwas dafür anzunehmen ist es auch. Wenn du anderen nicht die Möglichkeit gibst, dir etwas zu geben, dann machst du dich zum Märtyrer; wenn du nichts mehr zu geben hast ziehen die anderen nämlich einfach weiter und holen sich irgendwo anders Hilfe.

Und was gibt dann deinem Leben einen Sinn?

Die Lösung des Problems stellt sich ein, wenn du anderen erlaubst, dir einen fairen Gegenwert für das zu geben, was du ihnen anbietest. Das kann Geld sein, eine Dienstleistung, irgendeine Form der Unterstützung oder etwas Materielles - ganz egal. Aber du musst offen sein, auch etwas anzunehmen ... sonst hast du irgendwann keinen Saft mehr, deine Batterie ist tot.

Mütter sind oft so, dass sie ihrer Familie jahrelang alles geben und sich dabei total verausgaben; ich sehe es auch in Leuten, die glauben, dass sie anderen immer mit ihrer Begabung helfen müssen, ohne etwas dafür zu erwarten - oder die meinen, Geld sei etwas Schlechtes und sie müßten deshalb lernen, mit immer weniger auszukommen. Aber das hilft niemandem.

Wie tankst du also am besten wieder auf?

  • Nimm einen finanziellen Ausgleich an für den Wert, den du gibst
  • Hör auf, dich schuldig zu fühlen, wenn du dich um deine eigenen Bedürfnisse kümmerst
  • Nimm dir einen Tag frei und mach nur etwas, was du wirklich gerne tust
  • Bitte um Hilfe, wenn du sie selbst mal brauchst
  • Nimm dir jeden Tag etwas Zeit für deine eigenen Lebensziele, anstatt anderen bei ihren zu helfen
  • Lerne 'Nein' zu sagen oder 'Später', wenn du erschöpft bist
  • Nimm ein Lob aufrichtig und freundlich an, wenn es dir gegeben wird

Märtyrer setzen ihr Leben in den Sand. Geben und Nehmen müssen sich ausgleichen, um die Räder in Bewegung zu halten. Je mehr Energie du hast, desto mehr kannst du geben.

Vergiss das Auftanken nicht, sonst bleibst du hoffnungslos stecken.

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