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Die Hoffnung stirbt zuletzt

 Berend Lange schrieb am  03.05.2010 in  Horizonte


"Beraube nie jemanden seiner Hoffnung - sie ist vielleicht alles, was er noch hat." Danach habe ich mich immer gerichtet; es gibt selbst in einer totalen Krise die Möglichkeit, dass sich alles noch zum Besseren wendet.

Aber irgendwann kommt der Zeitpunkt wo wir uns fragen müssen, worauf sich unsere Hoffnung eigentlich richtet: wollen wir wirklich, dass unsere Welt sich weiter so entwickelt wie bisher, oder muss sich etwas ändern?

Es braucht schon eine Menge Energie, um die Trägheit der Masse zu überwinden und die Richtung zu ändern - als Menschen neigen wir sehr dazu, beim Alten, Gewohnten, Komfortablen zu bleiben, bis es einfach nicht mehr geht; bis wir so weit im Sumpf stecken, dass wir ensthaft schmerzliche Notmaßnahmen ergreifen müssen; wenn es um mangelnde Flexibilität geht kann ich selbst nur allzu gut mitreden.

  • Aber wie lange soll es eigentlich noch dauern, bis wir aufwachen?
  • Wann erkennen wir endlich, dass es so nicht weitergehen kann?
  • Was muss noch passieren, bis wir auf den Wecker schauen?
  • Wann platzt uns nun endgültig der Kragen?

Es ist fünf nach 12, nicht fünf vor 12!
Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

Jetzt werden noch einmal hunderte von Milliarden in die Rettung von Griechenland gesteckt - dann kommen Portugal, Spanien und Italien, bevor es dem Kern von Euro-Land an den Kragen geht; in Amerika sieht es nicht besser aus: wir versuchen, die Schuldenkrise mit noch mehr Schulden, den Flächenbrand mit noch mehr Benzin zu löschen.

Jetzt treibt ein riesiger Ölteppich im Golf von Mexico auf die Südstaaten der USA zu und seine düstere, schlickige Masse breitet sich unaufhaltsam aus.

Die dunklen Wolken aus Vulkanasche über Europa, die uns vor kurzem lahmgelegt haben, sind schon wieder vergessen - ganz zu schweigen von den vielen anderen Katastrophen, die uns in letzter Zeit heimgesucht haben.

Sieht denn niemand den Zusammenhang?
Jeder fragt immer nur, wer das alles bezahlen soll!

Zu Recht; aber die Frage ist längst geklärt: wir alle werden dafür in der einen oder anderen Form bezahlen. Selbst unsere Kinder und Enkel noch, so wie es aussieht ... egal wo gerade etwas passiert, denn wir sitzen alle auf demselben Planeten.

Wie der Kommunismus ist jetzt jedenfalls auch der Turbo-Kapitalismus gescheitert, die Jagd nach immer höheren Renditen führt seit einiger Zeit direkt in den Abgrund: Finger weg!

Die Zeiten des rosa-roten Tralala-Geredes sind auch vorbei, wenn es sich um unsere ganz persönliche Entwicklung dreht: Affirmationen und positives Denken alleine helfen uns nicht weiter - nach dem universellen Gesetz der Polarität erschaffst du damit auch immer das Negative, und diesen Schatten darfst du nicht aus den Augen verlieren ... er wird sich unweigerlich früher oder später bei dir bemerkbar machen, wenn du ihn jetzt nur verdrängst.

Die Welt wie du sie kennst wird sich verändern - mit oder ohne dich; die Menschheit kann nicht stehen bleiben, nicht zurück und nicht weiter in die bisherige Richtung; ich will das auch gar nicht - ich freue mich auf etwas Besseres und bin bereit, etwas anders zu machen.

Aber die Hoffnung, dass es wieder so wird wie es mal war können wir endgültig aufgeben.

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   Kommentare zu diesem Blogpost:

David schrieb am 04.05.2010:

Genau die Hoffnung stirbt zuletzt. Wir dürfen nicht aufgeben Leute. Es ist alles schein. Wirtschaftskrise gibt es nur in den Köpfen! Weiterhin positiv denken und Affirmationen haben immer in jeder Situation geholfen. Denkt an das,was Ihr wünscht. Selbst in schlechten Zeiten kann man göttlich leben. Durch kollegtives Bewusstsein schaffen wir es. Jeden Tag dankbar sein für die Fülle und Wohlstand und so tun als wäre es schon da! Das ist der Schlüssel!

Michael schrieb am 05.05.2010:

Meines Erachtens kann das Gesetz der Anziehung nicht nur im privaten Bereich wirken, sondern auch im öffentlichen, z.B. dem wirtschaftlichen Bereich. Wenn wir uns also alle nicht auf die Gefahren und die Schlechtheit der bisherigen Krise und unseres Wirtschaftssystems, sondern auf das Bessere, das wir wollen, konzentrieren, kommen wir dahin. Jeder Wirtschaftspessimismus ist also kontraproduktiv. Michael


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